Denzlinger Tennisclub investiert kräftig

Do, 11.05.2017 von Walter Ott

Sportbund und Gemeinde sagten Unterstützung zu. Am Ende warteten einige unliebsame Überraschungen auf den Club, und die Kosten stiegen auf rund 35 000 Euro. Breitensportwart und – in diesem Fall – Sanierungsmanager Gerd Weber erklärt den Grund: "Alte Rohre wurden vom Brunnensystem abgeklemmt, neue verlegt und in Betrieb genommen." Weil aber die alten Pläne unauffindbar waren, blieb uneindeutig, wo die Rohre wie verlaufen. Und: "Irgendwo war noch eine Abzweigung auf die alten Rohre, als die neuen schon verlegt waren – und da schoss Wasser raus." Die Folge: "Einige Bereiche mussten nochmal aufgebuddelt werden", sagt Weber. Insgesamt 180 Meter Rohre wurden im Rahmen der Arbeiten unter die Erde gebracht.

Die gute Nachricht: Für die nächsten 20 bis 30 Jahre dürfte die Bewässerung gesichert sein, versichert Walter Ott, der beim Tennisclub für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Vor einigen Jahren hat der Verein außerdem einen eigenen Brunnen gebaut, "so dass wir eigenes Wasser schöpfen können und dieses nicht teuer einkaufen müssen".

Kleinere Renovierungsarbeiten stehen jedes Jahr an, bevor die Spieler in die Saison starten können, erklärt Ott. Dazu gehöre beispielsweise, den roten Sand komplett auszutauschen. "Bis vor kurzem haben wir das immer alles in Eigenregie gemacht", sagt Vorsitzende Gabi Furtwängler. "Allerdings werden unsere Mitglieder auch nicht jünger – oder sind noch zu jung, um mithelfen zu können, deshalb haben wir uns vor vier Jahren dazu entschlossen, mehrere Plätze von einem Unternehmen herrichten zu lassen."

Was die Mitarbeiter mit ihren Maschinen in wenigen Stunden schaffen, bedeutet für die Mitglieder auf den verbliebenen Sandplätzen harte Arbeit, schließlich werden pro Platz vier Tonnen bewegt, rechnet man das Gewicht des alten und neuen Sandes zusammen. "Wir machen das ohne Maschinen – und sparen damit das Fitnessstudio", erklärt Furtwängler lachend. Alten Sand abtragen, neuen verteilen, walzen, wässern, Netze aufhängen, Bänke aufstellen: Bevor der Spielbetrieb starten kann, gibt es viel zu tun.

Walter Ott lobt besonders die weiblichen Vereinsmitglieder, die in den vergangenen Wochen tatkräftig mit angepackt hätten. Gemeinsam die Plätze herrichten – für die Vorsitzende ist das nicht nur eine Pflichtaufgabe, sondern eine Vereinsaktivität, "die den Zusammenhalt stärkt". Die tolle Atmosphäre unter den Mitgliedern loben Furtwängler, Ott und Weber gleichermaßen.

Mit zehn Sandplätzen ist die Denzlinger Tennisanlage übrigens eine der größten im Landkreis Emmendingen. 370 Mitglieder zähle der Club aktuell, erklärt Furtwängler. Stolz ist die seit drei Jahren amtierende Vorsitzende darauf, dass darunter 110 Jugendliche sind und der Denzlinger Tennisclub neun Jugendmannschaften zählt. Der TCD freut sich, auch bei Regenwetter Jugendtraining anbieten zu können. "Möglich ist das dank des Denzlinger Gesundheitszentrums, das uns in solchen Fällen relativ kurzfristig einen Hallenplatz zur Verfügung stellt – auch unter der neuen Geschäftsführung", lobt Ott.

Um weiterhin attraktive Plätze unter freiem Himmel vorhalten zu können, stehen weitere Investitionen an. "Der Untergrund der Plätze muss von Grund auf saniert werden", sagt Furtwängler. Angegangen werden soll das in den kommenden fünf Jahren. Kostenpunkt: 10 000 Euro pro Platz. Furtwängler kommentiert die anstehenden Ausgaben einladend mit den Worten: "Für Sponsoren stehen die Tore weit offen."

Auch sonst soll es vorwärtsgehen: Die Verantwortlichen planen beispielsweise, die Öffentlichkeitsarbeit auszuweiten, um Mitglieder zu gewinnen. Denn: Die Alterspyramide der Mitglieder ist rund um die 40-Jährigen Ott zufolge unterbrochen. Und das soll sich ändern.

 

 

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